Vor 2 Jahren verbrachte ich einige Wochen im Yukon Gebiet. Wir entschlossen uns, diesmal einen Monat früher als damals dorthin zurückzukehren damit wir all die schönen Herbstfarben in ihrer ganzen Pracht einfangen konnten. Da die Jahreszeiten kürzer sind, umso höher man in den Norden kommt, fängt der Herbst auch früher an, viel früher als in den südlichen Regionen.
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Yukon Territorien, Sonnenuntergang - Reflektionen
Dies kann von Vorteil für den Fotografen sein, der den Herbst mit seiner Farbenpracht voll ausschöpfen möchte. Erst ganz oben im Norden anzufangen und dann langsam Richtung Süden reisen. Wir konnten mit dieser Technik mehr als 2 1/2 Monate in dieser Jahreszeit verweilen.
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Auf dem Denali Highway, Alaska
Anfang August fuhren wir zu Hause los in Richtung Norden. Wir wollten in Alaska sein, bevor die Jahreszeit wechselte. Wir hatten zuvor schon die Landschaft erkundet, so erhielten wir einen Anhaltspunkt, wo die Farben anfangen greifbar zu werden. Bislang war es dieses Jahr eher feucht, meistens regnete es oder es schneite, je nach Höhenlage. Wegen der ständigen Wolkendecke, war es eine echte Herausforderung, diese warmen, dramatischen Lichtszenen zu erhaschen, die ich normalerweise in den frühen Morgenstunden und späten Abenden anstrebe.
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Großer Brocken im Denali National Park, Alaska
In den nördlichen Breitengraden dauert der Sonnenuntergang nicht sehr lange, wenn überhaupt, kriecht die Sonne stundenlang am Horizont herum und es gibt „lange Nächte”, das erhöht aber die Möglichkeit während dieser Zeit einige dramatische Lichtstrahlen, die durch die Wolkendecke fallen, einzufangen.
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Als wir weiter Richtung Norden reisten, wurden wir mit so viel eintönigem Regen konfrontiert, der es fast unmöglich machte zu fotografieren - je nach unserer Laune. Meistens wollten wir so weit wie möglich in Richtung Norden und in Richtung gutes Wetter fahren. Obwohl es regnete, war die Kraft und Dramatik der Rocky Mountains aber nicht zu verachten.
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Dramatische Lichtverhältnisse in Kanadas Rocky Mountain National Park
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“Sturmhöhepunkt”, Mount Ishbel, Banff, Alberta
Dadurch, dass wir erst später loskamen, war es klar dass wir nicht mehr den ganzen Weg zum Jasper an diesem Abend schaffen würden. Und dies war vielleicht die Gelegenheit, am Straßenrand anzuhalten und eine Pause zu machen und das Zelt auf unserem Autodach auszuprobieren.
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Debbie und Tim startklar zum Zelten auf dem Autodach
Wahrscheinlich wäre es besser gewesen, wenn wir vorher herausgefunden hätten, wo eventuelle Lecks im Zelt sind, bevor wir irgendwo im Nirgendwo von Nord-Kanada landen, da das Zelt Second Hand gekauft war und nicht komplett wettererprobt. Reparaturen wären dann um einiges leichter gewesen. Es stellte sich aber heraus, dass das Zelt in guter Verfassung war und der Regen draußen blieb, so dass wir gemütlich in unseren Daunendecken liegen konnten. Allerdings fragten wir uns, wie wir wohl am einfachsten „mal vor die Tür” treten können, ohne die Leiter herabzusteigen. Alles Sachen, über die man erst nachdenkt, wenn sie es soweit ist. Wir kamen zu dem Schluss, dass es wohl am besten ist, schon lange vor dem Schlafengehen nichts mehr zu trinken. Denn es würde wohl in keinem Fall angenehm sein, nachts die Leiter herunterzuklettern.
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“Brilliante Tiefen”


